1. This year, doomsday will take place on 21 December. 

     
  2. "We cease, they fire", es ist wahrscheinlich auch diesmal eine Frage der Zeit. Für die Leute im Süden es muss sein empörend. Auch den Unmut dieser Jungs finde ich verständlich (wenn auch vielleicht etwas hastig). Erfahrungsgemäß werden sie ja in einigen hundert Raketen wieder eingezogen werden. Es sei denn, man erwidere künftig jedes Geschoß, ausnahmslos, sofort und an genau die Stelle, wo es abgeschossen wurde. Egal, wer sich sonst noch dort aufhält. Nur wird das kaum geschehen.

    Doch bin ich sehr erleichtert, wurden keine Bodentruppen losgeschickt. Krieg ist das Allerletzte und Häuserkampf die Steigerung davon. Auch wer es nicht glaubt, muss es nicht erleben.

     
  3. 04:01 20th Nov. 2012

    Anmerkungen: 328

    Von quantumaniac gerebloggt

    Tags: biofilmsfuny.

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    artandsciencejournal:


Biofilms
Bacteria, just by the sheer fact that they duplicate very quickly, and because safety is mostly in numbers, tend to form what are called biofilms. But biofilms aren’t quite just an aggregate of cells. These cells adhere to each other and to the surface, and produce an extracellular substance containing extracellular DNA, proteins and polysaccharides, that are going to act as a protective and adhesive layer. Some biofilms have even been found to contain channels to help distribute nutrients and signalling molecules.
So bacteria may well be able to survive on their own, but they are also able to intelligently organize their mass when difficult times arise, and we’re just beginning to see which dangers this can hold. To show these organization skills, researchers have tagged differents lineages of Bacillus subtilis — rod shaped bacteria commonly found in soil —  with distinct fluorescent proteins (TagRFP-T, sfGFP, TagBFP, mKate2 and mOrange2). They then mixed the cells randomly on a petri dish. By looking at the culture with a confocal microscope, they can detect the different colors used to tag the cells. Surprisingly, what should be a random mix of colors actually looks like an incredible painting, full of discernible streaks. Indeed, as the bacteria grew, they were found to organize themselves into patterns, reproduciblepatterns that can be predicted with mathematical models (Computational Modeling of Synthetic Microbial Biofilms, ACS Synthetic Biology). Therefore is looks like bacteria can arrange themselves so that the biofilm is divided in regions where cells exhibit different patterns of gene expression, to increase both their metabolic efficiency and their resistance to changes in their local environment.

The study of biofilms has skyrocketed in recent years due to the increased awareness of its efficiency and its effect on natural, industrial systems and human health. And it is far from over.

Photo credit: Fernan Federici, Tim Rudge, PJ Steiner and Jim Haseloff,  Haseloff Lab, University of Cambridge
This beautiful work was one of the winners in this 2012 Wellcome Image Awards

- Agathe of Frontal Cortex


See? Another reason not to clean so often.

    artandsciencejournal:

    Biofilms

    Bacteria, just by the sheer fact that they duplicate very quickly, and because safety is mostly in numbers, tend to form what are called biofilms. But biofilms aren’t quite just an aggregate of cells. These cells adhere to each other and to the surface, and produce an extracellular substance containing extracellular DNA, proteins and polysaccharides, that are going to act as a protective and adhesive layer. Some biofilms have even been found to contain channels to help distribute nutrients and signalling molecules.

    So bacteria may well be able to survive on their own, but they are also able to intelligently organize their mass when difficult times arise, and we’re just beginning to see which dangers this can hold. To show these organization skills, researchers have tagged differents lineages of Bacillus subtilis — rod shaped bacteria commonly found in soil —  with distinct fluorescent proteins (TagRFP-T, sfGFP, TagBFP, mKate2 and mOrange2). They then mixed the cells randomly on a petri dish. By looking at the culture with a confocal microscope, they can detect the different colors used to tag the cells. Surprisingly, what should be a random mix of colors actually looks like an incredible painting, full of discernible streaks. Indeed, as the bacteria grew, they were found to organize themselves into patterns, reproduciblepatterns that can be predicted with mathematical models (Computational Modeling of Synthetic Microbial Biofilms, ACS Synthetic Biology). Therefore is looks like bacteria can arrange themselves so that the biofilm is divided in regions where cells exhibit different patterns of gene expression, to increase both their metabolic efficiency and their resistance to changes in their local environment.
    The study of biofilms has skyrocketed in recent years due to the increased awareness of its efficiency and its effect on natural, industrial systems and human health. And it is far from over.


    Photo credit: Fernan Federici, Tim Rudge, PJ Steiner and Jim Haseloff,  Haseloff Lab, University of Cambridge

    This beautiful work was one of the winners in this 2012 Wellcome Image Awards

    See? Another reason not to clean so often.

     
  4. Qualitätsjournalismus?

    Der NZZ-Artikel "Steigende Anzahl ziviler Opfer im Gazastreifen" ist ein typisches Beispiel für einen journalistischen Kommentar, der als Berichterstattung verkleidet wurde:  Die Journalistin unterschlägt wesentliche Informationen und vermittelt auf diese Weise ein stark verzerrtes Bild. 

    So erwähnt sie mit keinem Wort, dass Einwohner des Gaza-Streifens seit rund zehn Jahren Israel beschießen; allein während der ersten 13 Novembertage dieses Jahres schlugen rund 120 Raketen aus dem Gaza-Streifen in Israel ein. (Vom 14. bis zum 18. November kamen 900 weitere Einschläge dazu.) Ohne dieses Faktum versteht man weder Netanyahus Vorbedingung richtig, noch erkennt man Mashals Äußerung als das, was sie ist, nämlich eine Verdrehung der Tatsachen. 

    Dass viele Leute die Situation ähnlich darstellen wie der Hamas-Führer, ändert daran nichts. Der Mann aus Ramallah etwa, den die Journalistin zitiert, dürfte wissen, weshalb Israel sich mit einer Sperranlage umgibt und dass sie eine Reaktion auf die jahrelange Attentatswelle mit Hunderten von Toten und Tausenden von Verletzten darstellt.
    (Seit Sommer 2003 wird die Sperranlage zur Westbank gebaut. Man vergleiche etwa in dieser Grafik die Jahre zuvor und danach. Es ist möglich, dass eine Drittvariable hinter der deutlichen Abnahme seit 2003 steckt. Dann müssten die Attentat-Versuche ebenso deutlich zurückgegangen sein. Dazu habe ich aber keine Zahlen gefunden.) 

    Auch die Einwohner des Gaza-Streifens dürften wissen, weshalb Israel die Grenze zu ihrem Gebiet abschottet und was seit Jahren in ihren Städten, Dörfern, Feldern und Obstgärten vorgeht. Raketen und Mörsergranaten abzuschießen ist ja keine unauffällige und leise Tätigkeit, und sie geschieht weder von selbst noch durch Eingewanderte oder Außerirdische. Es ist daher wenig wahrscheinlich, dass die “gewöhnlichen Leute” und ihre Regierung nichts davon mitkriegen. Anscheinend tolerieren sie diese Aktivitäten oder heißen sie sogar gut, obwohl gerade ihnen die Folgen mittlerweile klar sein dürften. Vielleicht tolerieren die “gewöhnlichen Leute” sie aber auch gar nicht, sondern werden von den Terroristen dazu gezwungen und müssen in Interviews lügen?  Man erfährt es nicht, denn die Journalistin berichtet nicht darüber und lässt auch die anderen Punkte außer Acht.

    Bescheid wissen wird sie darüber, immerhin arbeitet sie als Nahostkorrespondentin. Wenn sie also nicht davon berichtet, geschieht das willentlich. Damit verhält sie sich wie die meisten ihrer Kollegen. Vielleicht ergäben umfassendere Informationen keine knackige Schlagzeile? Kein einfaches, schwarz-weiß gehaltenes Bild? Kämen beim Publikum nicht so gut an? Wie auch immer: Das Weglassen wirft kein gutes Licht auf ihren Beruf und ihre Zeitung. Als Leser frage ich mich, ob man bei anderen Themen ebenso wesentliche Faktoren weglässt und wie sauber man Berichterstattung und Kommentar überhaupt trennt. Von der NZZ sollte man diese Trennung ja eigentlich erwarten dürfen. 

     
  5. Früher war ich Pazifist. Heute ist das anders. Einer der Gründe sind die rund 13’000 Raketen und Granaten aus dem Gazastreifen, die seit 2001 in Israel einschlugen.

    Zählt man nur die Raketeneinschläge bis letzten Mittwoch, so waren es in diesem Jahr 702: 
      10 im Januar,
      28 im Februar,
    174 im März, 
      11 im April, 
        3 im Mai, 
    179 im Juni, 
      19 im Juli, 
      22 im August, 
      11 im September, 
    122 im Oktober, 
    123 in den ersten 13 Tagen des November.

    702 Raketeneinschläge in 286 Tagen. Das entspricht zwei Einschlägen an geraden Tagen und an ungeraden drei. Nicht berücksichtigt sind dabei Granaten, abgefangene Raketen und die Geschosse seit letzten Mittwoch.

    Seit zehn Jahren geht das so, “Verhandlungen” hin, “Waffenruhe” her. In Gaza hat offenbar keiner etwas dagegen, obwohl jedem halbwegs vernünftigen Menschen klar ist, was man tut, wenn man Nachbarn beschießt: man schreit nach Krieg. 

    Wenn sich der Terror anders nicht unterbinden lässt, bleibt wohl nichts übrig, als der Aufforderung zu folgen. Nur bitte: keine Bodentruppen nach Gaza, wenn der Job sich auch von der Luft aus erledigen lässt. Das Leben israelischer Soldaten ist nicht weniger wert als das der Leute in Gaza.  

     
  6. Because these people deserve much more attention. 

     
  7. matthen:

It can be hard for computers to find hidden causes for observations.  The above animation shows fictional statistics for the number of people going to the beach, ice cream sales, cinema ticket sales and umbrella sales.  The corresponding icon is bright if one of these statistics is above average on a certain day, otherwise it is dark.  From the data alone a computer might guess the model on the left, because everything is intercorrelated.  A bad statistician might then look at this and suppose for example that umbrella sales are caused by people not going to the beach. A better model is the one on the right, which introduces a ‘hidden variable’ not in the data- the weather.  It’s really the weather that is causing these things, and this gives a simpler model even though it produces exactly the same statistics. [code]

That’s as catchy as my professor’s example to illustrate the hidden variable problem /  third-cause fallacy / spurious relationship problem.
(The example my prof used: A person’s risk to suffer from osteoporosis correlates significantly with the age of his/her nieces. Wouldn’t it be sensible then to, er, get rid of one’s nieces before they reach a certain age? Not really: It’s the person’s age which increases the risk for osteoporosis, not that of the nieces. The nieces just grow older, too.)

    matthen:

    It can be hard for computers to find hidden causes for observations.  The above animation shows fictional statistics for the number of people going to the beach, ice cream sales, cinema ticket sales and umbrella sales.  The corresponding icon is bright if one of these statistics is above average on a certain day, otherwise it is dark.  From the data alone a computer might guess the model on the left, because everything is intercorrelated.  A bad statistician might then look at this and suppose for example that umbrella sales are caused by people not going to the beach. A better model is the one on the right, which introduces a ‘hidden variable’ not in the data- the weather.  It’s really the weather that is causing these things, and this gives a simpler model even though it produces exactly the same statistics. [code]

    That’s as catchy as my professor’s example to illustrate the hidden variable problem /  third-cause fallacy / spurious relationship problem.

    (The example my prof used: A person’s risk to suffer from osteoporosis correlates significantly with the age of his/her nieces. Wouldn’t it be sensible then to, er, get rid of one’s nieces before they reach a certain age? Not really: It’s the person’s age which increases the risk for osteoporosis, not that of the nieces. The nieces just grow older, too.)

     
  8. How to Decorate Your Kitchen in 9 Steps

    Fed up with all those clean and smooth surfaces in your kitchen? Suffer no longer, remedy is near. All you need is no wonder pot, a wheel cover, a Bundt cake pan, a shallow metal bowl, three G cramps, bilberry batter, a kitchen stove and time. 

    Instruction:

    1. Grease the pan
    2. Prepare the batter. Do not forget to fold in the bilberries.
    3. Put the wheel cover on the stove (concave up).
    4. Pour the batter into the pan. 
    5. Put the bowl on the pan (convex up). It will shift, so
    6. use the cramps to hold the bowl in position.
    7. Place the pan in the wheel cover.
    8. Turn on the heat.
    9. Evacuate the house and wait. You will hear it when the decoration is complete.
     
  9. Nicht wissen wollen

    Was mich erstaunt: Wie viele Leute die Ansicht vertreten, Syrien sei ein Staat, in dem man seine Meinung frei äußern könne, auch dann, wenn sie nicht in Einklang mit der Regierungslinie steht. Dass das Land seit Jahrzehnten von einem Regime mit stark totalitären Zügen regiert wird, mit allgegenwärtiger Propaganda, Führerkult, Medienkontrolle, Überwachung bis ins Privatleben hinein, praktizierter Sippenhaft, etc. pp., scheint ihnen völlig unbekannt oder nicht weiter beachtenswert zu sein. Obwohl: Fragt man sie, wie hoch sie die Überlebenschancen eines syrischen Oppositionellen einschätzen, wechseln sie schnell das Thema. 

    Non riesce a mangiare tanto quanto si vuole vomitare. 

     
  10. Vater sein dagegen sehr

    Rückfahrt im Zug. Im Abteil hinter mir hielt jemand eine längere Rede. Die Stimme klang wie die eines jungen Mädchens. Sie wurde lauter, die Person ereiferte sich über provokative Kleidungsstücke, Gesten und Verhaltensweisen, die Allgegenwart von Geschlechtlichkeit und die Abwesenheit von Kontrolle. Eine starke Hand wünschte sie sich, die die Medien zurückbinde und die Leute auf den rechten Weg führe. 

    Als sie Luft holte, setzte eine Männerstimme ein: Ob sie je darüber nachgedacht habe, weshalb er und ihre Mutter nach ihrer Geburt alles aufgaben und auswanderten? In ein Land, in dem sie niemanden kannten, sich lange Zeit kaum verständigen konnten und in dem sie keine Aussicht hatten, den gewohnten Lebensstandard je wieder zu erreichen? 

    Man hätte ein Blatt fallen gehört.